Einjähriger Tarifkonflikt erfolgreich beendet

 Pressemitteilung – GDL Aktuell – 01.07.2015

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat sich gestern mit der Deutschen Bahn im Ergebnis der Schlichtung in Frankfurt in 14 Tarifverträgen und einer Vereinbarung zur Reduzierung der Belastung des Zugpersonals geeinigt. Damit konnte der gut einjährige Tarifkonflikt mit 420 Stunden Arbeitskampf beendet werden.
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Die Bewegung gegen Stuttgart 21, der Lokführer-Streik und die Auseinandersetzung in Griechenland – fünf Gemeinsamkeiten

2014

Rede auf der Montagsdemo // Stuttgart, den 15. Juni 2015

Winfried Wolf

(Anrede)

Gestern Vormittag war ich noch in Athen. Nein – kein leicht vorgezogener Frühsommerurlaub. Ich war dort aus politischen Gründen – und führte Gespräche mit den Leuten der „Zeitung der Redakteure“ (EFSYN). Es geht darum, dass die neue Publikation „Faktencheck:HELLAS – Solidarität mit der Bevölkerung in Griechenland“, von der bislang drei deutsche Ausgaben erschienen sind, am nächsten Montag auf in griechischer Sprache erscheinen soll und dann dieser wunderbaren Zeitung, auf die ich noch eingehen werde, beiliegt. [Weiterlesen…]

Machtkampf. Streikrecht. Solidarität

Zur Tarifauseinandersetzung bei der Deutschen Bahn und der Debatte um den Arbeitskampf der GDL

Von Winfried Wolf (in: Marxistische Blätter)


Für Linke und für Marxistische Blätter sollte die Analyse im Großen und Ganzen klar sein: Wir erlebten in den vergangenen 11 Monaten bei der Bahn einen Machtkampf, dessen Ausgang das Kräfteverhältnis zwischen Kapital und Arbeit, Regierung und Bevölkerung auf lange Zeit bestimmen kann. Bei dem ein Sieg des Bahnvorstands vor allem ein Sieg von Kapital und Kabinett wäre. Den Hintergrund bildet dabei der massive Angriff auf das Recht auf freie gewerkschaftliche Organisierung und damit auf das Streikrecht. In dieser Auseinandersetzung wird das Recht auf Streik durch die Praxis des Streiks verteidigt. Organisiert wurden die Streiks bei der Bahn durch die GDL. Die Tatsache, dass es auch in anderen Bereichen (Lufthansa, Amazon, Post, Erzieherinnen) zu Streiks kam, hat zu einer erstaunlichen Belebung der gewerkschaftlichen Gegenwehr geführt – und demonstriert, dass auch DGB-Gewerkschaften aktive Kämpfe durchführen können.
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Solidarität – bevor es zu spät ist

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Sebastian Gerhardt

Das Tarifeinheitsgesetz ist noch nicht durch den Bundestag, da fordern Teile der CDU bereits Verschärfungen. Und nicht nur sie. Ende April fragte <I>Focus<I>den wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU/CSU im Bundestag, Joachim Pfeiffer, mundgerecht nach seinem Verständnis für den GDL-Streik. Wenig überraschend fand der Politiker den Streik gar nicht gut. [Weiterlesen…]

Winfried Wolf // StrikeBlog19 // 23. Mai 2015

2014

Nach dem Streik Nummer 9 und vor der Schlichtung

Oder: Wie die Medien die Kampagne gegen die GDL und ihre Politik der Desinformation fortsetzen
Die Bahn lief auch am Tag 1 nach dem Streik No 9, als ich auf dem Weg nach Bellinzona zu einer Veranstaltung zum GDL-Streik war, noch nicht rund. Mich hat´s gefreut. Und um nicht irgendwo zu stranden und um die Freunde der Officine in Bellinzona – diese hatten vor sieben Jahren das Bahnausbesserungswerk für einen Monat besetzt und ihren Kampf um den Erhalt des Werks gewonnen – nicht zu enttäuschen, trennte ich meine Bahnreise in zwei Teile: Berlin – Mannheim am Donnerstag und Mannheim – Bellinzona am Freitag. Am Samstag auf der Rückfahrt aus der Schweiz Richtung Berlin sichtete ich einen Berg Zeitungen und wertete diese aus. Mein Eindruck: Die Schlichtung hat noch nicht begonnen, da setzen die Leitmedien („Premium“ und Sumpf) ihre Stimmungsmache gegen die GDL fort: Sie trommeln für die fortgesetzte Konfrontation. Das könnte allerdings auch ein gutes Zeichen sein – ein Zeichen dafür, dass die GDL einen Erfolg einfuhr. Bitte HIER weiterlesen. [Weiterlesen…]

Solidarität mit den streikenden Brief- und Paketzustellern der Deutschen Post AG!

Presseerklärung der GDL
An die Streikenden bei der Post AG, DPVKOM und Verdi: Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Das Zugpersonal in der GDL solidarisiert sich mit den streikenden Brief- und Paketzustellern bei der Deutschen Post AG.

Wir unterstützen die Forderungen unserer Schwestergewerkschaft im deutschen beamtenbund (dbb), der DPVKOM, nach einem Bemessungstarifvertrag, nach einer Arbeitszeitverkürzung auf 38 Stunden sowie einer Entgelterhöhung von 5,5 Prozent. Wir unterstützen ebenso die Forderungen der Verdi nach einer Arbeitszeitverkürzung von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich sowie einer gleichlautenden Entgelterhöhung, wie die DPVKOM. [Weiterlesen…]

Als der Reichskanzler den Streik verbot

Auch im Jahr 1922 legten in Deutschland Lokführer die Arbeit nieder – Unterstützung erhielten sie nur von den Kommunisten

Eine kleine Lokführergewerkschaft gegen den Rest – dieses Szenario gab es bereits vor mehr als 90 Jahren. Auch damals ging es um Grundsätzliches.

Von Florian Wilde

Streiks der Lokomotivführer sorgten in Deutschland schon immer für große Aufregung. So auch der Eisenbahnerstreik im Februar 1922. Auch damals ging es um Löhne und Arbeitszeiten. Zentrale Forderung war die automatische Anpassung der Bezüge an die galoppierende Inflation. Außerdem versuchten die Lokführer, eine der großen Errungenschaften der Novemberrevolution zu verteidigen: den Acht-Stunden-Tag, den die sozialdemokratisch geführte Reichsregierung durch ein Sondergesetz für die Eisenbahner wieder abschaffen wollte. Erbitterten Widerstand dagegen leistete die »Reichsgewerkschaft Deutscher Eisenbahnbeamter und Anwärter«, deren größte Mitgliedsorganisation die Gewerkschaft Deutsche Lokomotivführer (GDL) bildete. [Weiterlesen…]

Der „Diktator Weselsky“ und die große „schmutzige Politik“

2014

Gespräch mit Winfried Wolf, Redakteur der STREIKZEITUNG

Auch während des soeben beendeten neunten Streiks der GDL war wieder eine „Mobilmachung“ gegen die GDL zu beobachten. Dass das nicht von ungefähr kommt, sondern von handfesten Interessen herrührt, zeigt ein Blick hinter die Kulissen: Bundesregierung, Deutsche Bahn, die Spitzen der „Großgewerkschaften“ IGM und IG BCE und die DGB-Spitze selbst, die EVG und nicht zuletzt die Konzerne und Banken – sie alle hatten und haben ein jeweils eigenes, konkretes Interesse daran, die GDL „totzuverhandeln“, in immer neue Streiks und möglichst in eine schwere Niederlage zu treiben. Gleichzeitig agieren die führenden Medien wie gleichgeschaltet. Sei es, weil das der Chefredaktionslinie entspricht. Sei es, weil eine wirksame Opposition im Lande weitgehend fehlt. Oder sei es, weil die Materie vielen Medienleuten einfach zu kompliziert erscheint. Jens Wernicke sprach mit dem Bahnexperten Winfried Wolf, der die“STREIKZEITUNG – JA zum GDL-Arbeitskampf – NEIN zum Tarifeinheitsgesetz“ herausgibt, über Hintergründe und Geschehen.

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Bahnstreik: Erster Erfolg für die GDL

Knackpunkte vor Schlichtung scheinbar gelöst – doch für weitere Aktionen bereithalten

von Michael Koschitzki, Berlin

Während in der Schlichtung und anschließenden Verhandlungen noch die tatsächlichen Verbesserungen für LokführerInnen und das Zugpersonal verhandelt werden, scheinen wesentliche Streikziele bereits erreicht. Doch die GDL muss jetzt den Kampf zur Durchsetzung ihrer materiellen Forderungen genauso entschlossen führen. [Weiterlesen…]

Das Tarifeinheitsgesetz ist ein Angriff auf das Streikrecht!

Das Grundrecht auf Koalitionsfreiheit und Streik ist kein Privileg der im DGB organisierten Gewerkschaften! Grundrechte gelten für Alle! Jeder Mensch hat das Recht zu streiken!
Pressemitteilung der Initiative 
»Hände weg vom Streikrecht – für volle gewerkschaftliche Aktionsfreiheit«

In den letzten Monaten häufen sich die Streikbewegungen, nicht nur bei der Bahn, an den Flughäfen und bei Amazon, sondern auch bei der Post, in den Krankenhäusern, bei den Erzieher_innen, SozialarbeiterInnen und Lehrerinnen, bei Daimler in Bremen und anderswo. Gemeinsam ist diesen Streiks, dass die bestreikten Unternehmen – seien es die privaten oder die im öffentlichen Dienst – kaum bis gar keine Zugeständnisse mehr machen und auf die Unterwerfung der Kämpfenden hoffen. [Weiterlesen…]